Darts-Reglement

Beim Darts besteht das Ziel darin, eine gewisse Punktzahl genau auf null zu bringen. Hierfür werfen die Spieler abwechselnd Pfeile auf das Dartboard. Pro Aufnahme stehen einem dabei drei Darts zur Verfügung.

Die Dartscheibe lässt sich in zwanzig Segmente unterteilen, denen Werte von eins bis 20 zugeordnet sind. Hinzu kommt ein äußerer (Double) und ein innerer (Triple) Ring. Die Doppel-Felder bringen die doppelte Anzahl an Punkten, die das einfache Segment bringen würde, die Triple-Felder logischerweise die dreifache. Darüber hinaus gibt es das Bull, welches sich in den Bull’s Ring (auch Single-Bull), der 25 Punkte wert ist und das Bull’s Eye (auch Double-Bull) mit einer Wertigkeit von 50 Punkten unterteilen lässt. Das Bull’s Eye zählt ebenfalls als Doppel-Feld.

Die Darts

Ein Dartpfeil besteht aus einem Barrel, das sozusagen den Körper des Darts dartstellt, einer Spitze (Tip), einem Shaft und einem Flight.
Man unterscheidet zwischen Steel- und Softdarts. Steeldarts sind nicht für Elektronik-Boards geeignet, da sie eine Metallspitze besitzen. Sie dürfen nicht länger als 30,5 Zentimeter sein und nicht mehr als 50 Gramm wiegen, wobei diese Werte so hoch sind, dass sie in der Regel keine Rolle spielen. Softdarts besitzen eine Spitze aus Kunststoff, halten aber ebenfalls in vielen normalen Boards, werden allerdings üblicherweise und im Wettkampfbereich lediglich für E-Darts verwendet. Um die Elektronik der Automaten nicht zu beschädigen, gibt es im E-Darts deutlich härtere Beschränkungen. Der Deutsche Sportautomatenbund e. V. schrieb lange ein Maximalgewicht von 18 Gramm (zuzüglich einer Toleranz von 5%, also maximal 18,9g) vor. Inzwischen wurde dies erhöht und man darf Darts bis 21 Gramm (zzgl. genannter Toleranz: 22,05g) spielen. Ebenfalls darf laut DSAB der Pfeil nicht länger als 16,8 Zentimeter sein.  Will man auf Nummer sicher gehen, sollte man sich vor der Teilnahme an einem E-Darts-Event mit dem geltenden Regelwerk auseinander setzen, da hier zuletzt immer wieder kleiner Veränderungen beschlossen wurden. 

Maximales Gewicht

50g/21g (E-Darts)

Maximale Größe

30,5cm/16,8cm (E-Darts)

TIP

BARREL

SHAFT

FLIGHT

Ab an's Oche!

Der Mittelpunkt der Dartscheibe, das Bull’s Eye, muss sich auf einer Höhe von 1,73 Metern befinden.. Bis 2015 unterschieden sich bei Steel- und Softdarts (E-Darts) auch die Distanzen zur Abwurflinie, dem sogenannten Oche. In beiden Spielvarianten liegt die heute gültige Entfernung aber bei 2,37 Metern.

Hinter dem Oche sollte ein Freiraum von mindestens 1,25 Metern vorhanden sein, dass der aktive Spieler ungestört agieren kann.

Für Turniere ist es zudem relevant, dass sich das Bull’s Eye nicht näher als 90 Zentimeter an einer Seitenwand befindet und dass zwei Boards mindestens 1,80 Meter von einander entfernt hängen müssen. Eine vorgeschriebene Deckenhöhe gibt es nicht, allerdings sollte durch sie keine Beeinträchtigung stattfinden. Im Soft-Darts können diese Maße gegebenenfalls geringer ausfallen, da die Verletzungsgefahr weniger hoch einzuschätzen ist.

Der Wurf

Wie bereits erwähnt, darf jeder Spieler drei Darts (hintereinander) werfen ehe der andere an der Reihe ist. Das bedeutet, dass man maximal 180 Punkte (dreimal Triple-Zwanzig) pro Aufnahme erzielen kann. Fällt ein Pfeil aus der Hand, wobei zuvor keine Wurfbewegung zu erkennen war, darf dieser aufgehoben und erneut gespielt werden. Der Wurf muss übrigens über dem Ellenbogen erfolgen. Ein Unterarmwurf wie beim Handball ist nicht gestattet und kann beispielsweise zur Folge haben, dass der geworfene Dart nicht zählt.

Das Feld, das von der Spitze des Dartpfeils berührt wird, zählt. Die erzielte Punktzahl wird aber erst dann gutgeschrieben, wenn der Spieler die Darts aus dem Board gezogen hat bzw. diese durch eine Berührung aus der Scheibe hinausfallen. Fällt ein Dart zuvor aus dem Board, berührt dieses demnach nicht mit der Spitze oder prallt davon ab, bringt dieser keine Punkte. Sollte es jedoch um einen Legentscheidenden Treffer gehen und der Caller/Referee hat den Gewinn dessen bereits verkündet, ändert auch ein Herausfallen der Darts daran nichts mehr.

Beim E-Darts sieht die Sache deutlich anders aus: Haben die Sensoren einen Treffer verzeichnet, zählt die entsprechende Punktzahl, unabhängig davon ob der Pfeil steckt oder nicht. Offiziell ist auch ein nachträgliches Reindrücken des Darts nicht genehmigt, sollte die Technik einen klaren Treffer nicht werten. Dies wird aber in der Praxis und im Sinne des Fair-Plays oft anders gehandhabt.

Für jeden einzelnen Dartwurf hat man theoretisch eine Minute Zeit. Hier sei allerdings gesagt, dass beim Darts das Fair-Play groß geschrieben wird. Heißt, dass das Ausreizen einer Regelung auch nur dann legitim ist, wenn es dem Sportgeist nicht widerstrebt und dem Ansehen des Sports nicht schadet. So wurde beispielsweise Gerwyn Price im Januar 2019 von der Darts Regulation Authority (DRA) zu 21.500 Pfund Strafe und einer Turniersperre, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt, da er durch seinen – das akzeptable Maß überschreitenden – Jubel beim Grand Slam of Darts den Dartsport in Miskredit gebracht haben soll. 

Spielmodi

In der Regel und bei allen großen PDC-Turnieren wird die Spielvariante 501 – Double Out gespielt. 501 Punkte sind dabei auf null zu bringen und abschließend muss ein Doppelfeld getroffen werden. Dazu müssen mindestens neun Darts geworfen werden, folglich wird das perfekte Spiel Nine-Dart-Finish genannt. Wird irgendwo von X01 gesprochen, kann die Variable X mit einer Zahl ersetzt werden. Häufige Varianten sind 301, 701 oder 901. Andere Spielvarianten sind Single Out, bei dem die Punktzahl beliebig auf Null gebracht werden darf und Master Out, bei welchem ein Doppel- oder Triple-Feld dazu benötigt wird. Desweiteren gibt es Double In, was meint, dass zusätzlich zum bestehenden Modus ein Leg mit einem Doppel-Feld begonnen werden muss, beziehungsweise erst nach dem Treffen eines solchen Segments erzielte Punkte gutgeschrieben werden und natürlich viele weitere.

Punktet ein Spieler mehr als er Rest hat oder lässt er sich einen Punkt übrig (dieser kann nicht mit einem Doppeltreffer erzielt werden) spricht man von einem Bust. Die Aufnahme ist ungültig und der Spieler fällt auf den letzten Punktestand zurück. Hat man bereits das benötigte Doppel getroffen und somit ausgecheckt, führt ein weiterer Treffer im Board nicht dazu, dass man sich überworfen hat.

Ein Durchgang von X01 auf 0 wird als Leg bezeichnet. Ein Spiel besteht in der Regel aus mehreren Legs. Der Spieler, der zuerst eine gewisse Anzahl an Legs für sich entscheidet, gewinnt. Einzig in der PDC Premier League Darts sind auch Unentschieden möglich (Modus z. B. Best of 12 Legs). Desweiteren werden einige Turniere im Set-Modus ausgetragen, wie zum Beispiel die berühmte PDC-WM. Man benötigt normalerweise drei Legs um ein Set zu gewinnen. Gewinnt man eine gewisse Anzahl an Sets, entscheidet man die Partie für sich. In diesem Modus ist es also theoretisch möglich über den Gegner zu triumphieren, obwohl man weniger Legs gewinnen konnte.

 

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