Darts-Reglement

Equipment

Beim Darts besteht das Ziel darin, eine gewisse Punktzahl genau auf null zu bringen. Hierfür werfen die Spieler abwechselnd Pfeile auf das Dartboard. Die Dartscheibe lässt sich in zwanzig Segmente unterteilen, denen Werte von eins bis 20 zugeordnet sind. Hinzu kommt ein äußerer (Double) und ein innerer (Triple) Ring. Die Doppel-Felder bringen die doppelte Anzahl an Punkten, die das “einfache” Segment bringen würde, die Triple-Felder logischerweise die dreifache. Darüber hinaus gibt es das Bull, welches sich in den Bull’s Ring (auch Single-Bull), der 25 Punkte wert ist und das Bull’s Eye (auch Double-Bull) mit einer Wertigkeit von 50 Punkten unterteilen lässt. Das Bull’s Eye zählt ebenfalls als Doppel-Feld.

Bei Dartpfeilen unterscheidet man zwischen Steel- und Softdarts. Steeldarts sind nicht für Elektronik-Boards geeignet, da sie eine Metallspitze besitzen. Sie dürfen nicht länger als 30,5 Zentimeter lang sein und nicht mehr als 50 Gramm wiegen, wobei diese Werte so hoch sind, dass sie in der Regel keine Rolle spielen. Softdarts besitzen eine Spitze aus Kunststoff. Sie halten ebenfalls in vielen “normalen” Boards, werden aber üblicherweise und im Wettkampfbereich lediglich für E-Darts verwendet. Um die Elektronik der Automaten nicht zu beschädigen, gibt es im E-Darts deutlich härtere Beschränkungen. Der Deutsche Sportautomatenbund e.V. schreibt ein Maximalgewicht von 18 Gramm (zuzüglich einer Toleranz von 5%, also maximal 18,9 Gramm) vor. Ebenfalls darf laut DSAB der Pfeil nicht länger als 16,8 Zentimeter sein. Der Deutsche Dart Sport Verband e.V. (2015) gestattet ein Gewicht bis 20 Gramm und eine Länge bis 20 Zentimeter. Man sollte sich also vor der Teilnahme an einem E-Darts-Event mit dem geltenden Regelwerk auseinander setzen. 

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Das "Spielfeld"

Der Mittelpunkt der Dartscheibe, das Bull’s Eye, muss sich beim Steeldarts auf einer Höhe von 1,73 Metern befinden. Im E-Darts-Bereich hängt die Scheibe einen Zentimeter niedriger (Bull’s Eye auf 1,72 m). Bis 2015 unterschieden sich auch die Distanzen zur Abwurflinie, dem sogenannten Oche. In beiden Spielvarianten liegt die heute gültige Entfernung aber bei 2,37 Metern.

Hinter dem Oche sollte ein Freiraum von mindestens 1,25 Metern vorhanden sein, in dem sich der aktive Spieler ungestört aufhalten kann.

Für Turniere ist es zudem relevant, dass sich das Bull’s Eye nicht näher als 90 Zentimeter an einer Seitenwand befindet und dass zwei Boards mindestens 1,80 Meter von einander entfernt hängen müssen. Eine vorgeschriebene Deckenhöhe gibt es nicht, allerdings sollte durch sie keine Beeinträchtigung stattfinden. Im Soft-Darts können diese Maße gegebenenfalls geringer ausfallen, da die Verletzungsgefahr weniger hoch einzuschätzen ist.

Fällt einem Spieler ein Pfeil aus der Hand, wobei zuvor keine Wurfbewegung zu erkennen war, darf dieser aufgehoben und erneut gespielt werden.

Das Feld, das von der Spitze des Dartpfeils berührt wird, zählt. Die erzielte Punktzahl wird aber erst dann gutgeschrieben, wenn der Spieler die Darts aus dem Board gezogen hat, bzw. diese durch eine Berührung die Scheibe “verlassen”. Fällt ein Dart zuvor aus dem Board heraus, berührt dieses nicht mit der Spitze oder prallt davon ab, bringt dieser keine Punkte. Beim E-Darts sieht die Sache deutlich anders aus: Haben die Sensoren einen Treffer verzeichnet, zählt die entsprechende Punktzahl, unabhängig ob der Pfeil stecken bleibt.

Für jeden einzelnen Dart hat man theoretisch eine Minute Zeit diesen zu werfen. Hier sei allerdings gesagt, dass beim Darts das Fairplay groß geschrieben wird. Heißt, dass das Ausreizen einer Regelung auch nur dann legitim ist, wenn es dem Sportgeist nicht widerstrebt und dem Ansehen des Sports nicht schadet. So wurde beispielsweise Gerwyn Price im Januar 2019 von der Darts Regulation Authority (DRA) zu 21.500 Pfund Strafe und einer Turniersperre, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt, da er durch seinen das akzeptable Maß überschreitenden Jubel beim Grand Slam of Darts den Dartsport in den Miskredit gebracht haben soll. 

Spielmodi

In der Regel und bei allen großen PDC-Turnieren wird die Spielvariante „501 – Double Out“ gespielt. 501 Punkte sind dabei auf null zu bringen und abschließend muss ein Doppelfeld getroffen werden. Dazu müssen mindestens neun Darts geworfen werden, folglich wird das perfekte Spiel „Nine-Dart-Finish“ genannt. Wird irgendwo von X01 gesprochen, kann die Variable „X“ mit einer Zahl ersetzt werden. Häufige Varianten sind auch 301, 701 oder 901. Andere Spielvarianten sind Single Out, bei dem die Punktzahl beliebig auf Null gebracht werden darf und Major Out, bei welchem ein Doppel- oder Triple-Feld dazu benötigt wird. Desweiteren gibt es Double In, das beschreibt, dass zusätzlich zum bestehenden Modus ein Leg mit einem Doppel-Feld begonnen werden muss, beziehungsweise erst nach dem Treffen eines solchen Segments erzielte Punkte gutgeschrieben werden.

Punktet ein Spieler mehr als er Rest hat oder lässt er sich einen Punkt übrig (dieser kann nicht mit einem Doppel erzielt werden) spricht man von einem „Bust“. Die Aufnahme ist ungültig und der Spieler fällt auf den letzten Punktestand zurück. Hat man bereits das benötigte Doppel getroffen und somit ausgecheckt, sorgt ein weiterer Treffer im Board nicht dazu, dass man sich „überwirft”.

Ein Spiel von X01 auf 0 wird als „Leg” bezeichnet. Ein Spiel besteht immer aus mehreren Legs. Der Spieler, der zuerst eine gewisse Anzahl an Legs für sich entscheidet gewinnt. Einzig in der PDC Premier League Darts sind auch Unentschieden möglich (Modus: Best of 12 Legs). Desweiteren werden einige Turniere im „Set-Modus” ausgetragen, wie zum Beispiel das berühmteste, die PDC-WM. Man benötigt beispielsweise drei Legs um ein Set zu gewinnen. Gewinnt man eine gewisse Anzahl an Sets, entscheidet man die Partie für sich. In diesem Modus ist es also theoretisch möglich über den Gegner zu triumphieren, obwohl man weniger Legs gewinnen konnte.

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